In den 1980gern

©by Fridolin Wirbelwind

Seit Jahren schon keine Wohnung. Der einzige Freund den ich habe ist mein Hund. Wir sind auf dem Weg um meine Geschwister zu besuchen, doch leider kommen wir nicht so schnell von Dänemark nach Süddeutschland, wie wir es uns gewünscht haben. In der Nähe von Stuttgart gibt es keine Möglichkeit mehr weiter zu kommen. Der Himmel am Abend vor Weihnachten ist klar, also suche ich einen Platz an dem Felix und ich übernachten können. Bald schon sehe ich einen Platz, an dem wohl im Sommer die Leute grillen. Zu Felix, einem alten Altdeutschen Schäferhund, sage ich: „Sollen wir hier bleiben und was essen? Morgen ist Weihnachten und dann besuchen wir meine Familie.“ Gesagt, getan. Ich baue unser Zelt auf und lege dann einige Stücke Fleisch auf einen Rost.

Mit meiner Melodika spiele ich noch ein paar Weihnachstlieder und Felix hört aufmerksam zu.

Als wir uns schlafen legen, ist der Himmel noch ganz ohne Wolken.

Morgens wache ich auf, und es ist immer noch dunkel. Doch nicht, weil es Nacht ist, sondern weil wir eingeschneit sind. Felix buddelt ein Loch, denn er muss mal.

Ich buddele weiter, bis ich an der Feuerstelle ankomme. Es wird mir bewusst, dass ich Hl. Abend nicht in einer Familie verbringen werde, sondern mit Felix irgendwo im Nirgendwo sein werde.

Traurig? Nein, das war es nicht, nur melancholisch

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