Ein Tag in drei Epsioden

©by Fridolin Wirbelwind

Ein Morgen am See

Langsam schiebt sich die Sonne hinter den Bäumen hoch, in den in vielen Farben leuchtenden Himmel. Die ersten Strahlen streicheln über das Schilf und lassen kleine Blitze auf den sich kräuselnden Wellen des Sees aufblitzen.

Ein Plätschern lässt erahnen, dass ein Fisch gesprungen ist um den neuen Tag zu begrüßen. Etwas weiter, am anderen Ufer, schwimmt eine Entenmutter mit ihren sieben schnatternden Küken.

Aus dem Buchenwäldchen an der Südseite des Sees erklingt das Klopfen eines Spechtes.

Ganz in der Nähe des Betrachters dieser Szene, quaken einige Frösche in einem frühmorgendlichen Konzert.

Tautropfen glitzern in den Spinnennetzen zwischen den Schilfhalmen am Ufer, und das in allen Regenbogenfarben.

Über die Wasseroberfläche schweben, beinahe schwerelos erscheinend, dünne Dunstschleier, zwischen welchen sich Wasserläufer grazil bewegen.

Es ist die Stunde des Morgens in welcher man Kraft für den Rest des Tages tanken kann.

In der Ferne hört man die Motorengeräusche der eilig dahinrasenden Fahrzeuge die auf der Autobahn ihren Zielen entgegen steuern. Obwohl diese Geräusche Unruhe vermitteln, oder vielleichtgenau deswegen, wird die Ruhe und Stille dieses Moments noch unterstrichen.

Voller Zuversicht und Gelassenheit macht sich die Person, welche diese letzten Minuten hier gewesen war, auf den ihren Weg.

Mittags in der Stadt

Die Glocken vom großen Kirchturm läuten die Mittagsstunde ein.

Das Pflaster auf dem Marktplatz flimmert vor Hitze. Die Luft steht still. Schwere lastet auf der Stadt und lässt erkennen, dass eine Erholung notwendig ist.

Einige Menschen sitzen vor den Strassen-Cafes und Essen oder geniessen einfach ein kühles Getränk. Andere flanieren an den Schaufenstern der Geschäfte vorbei.

Der Wochenmarkt ist nun auch zu Ende, und die letzten Händler räumen die nicht verkauften Waren eilig in ihre Fahrzeuge ein.

Einige Touristen hören gebannt einem Fremdenführer zu, welcher in bildhaften Worten die Geschichte der alten Kirche erzählt.

Unsere Person bereitet sich in Gedanken darauf vor, den restlichen Arbeitstag im Büro hinter sich zu bringen.

Zwei Schläge der Turmuhr verkünden ihm das Ende seiner Mittagspause. Er legt Geld auf den Tisch, nimmt seine Aktentasche und geht.

Abends Daheim

In den Büschen und Hecken raschelt es leise. Man hört Vögel zwitschern und ein Duft der in der Luft hängt läßt den nahenden Abend erahnen.

Die Sonnenscheibe berührt die Hügel und Baumspitzen und schickt sich an unter zu gehen.

Das Licht bekommt eine ganz besondere Note, fast als sähe man durch eine leicht blaue Linse.

Er sitzt vor dem Haus, hört leise Musik aus dem Radio, steckt sich eine Zigarre an und hält in seiner linken Hand ein Glas seines lieblings Rotweines, welchen er in kleinen, genussvollen Schlucken trinkt. Nach jedem Zug aus seiner Zigarre stösst er kleine blaue Wölkchen in den Himmel, und sieht ihnen gedankenverloren nach.

Er liebt diese Stunde. Da lässt er den ganzen Tag noch einmal in Gedanken an sich vorbei ziehen. In diesen Momenten plant er nicht eine einzige Aufgabe für den nächsten Tag.

Entspannung. Abschalten. Zur Ruhe kommen.

Der Tag geht zu Ende

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