Winter ©by Fridolin Wirbelwind

Aus dem blauen Himmel fallen große, weisse Flocken. Der Atem vor mir bildet kleine Wölkchen, welche sich auf ihrem Weg nach oben auflösen.

Bei jedem Schritt hört man es knirschen. Ich spüre die Kälte des Winters. Meine Augen sehen die Welt, bedeckt von einem weißen Mantel. Die Ruhe, die dieses Bild mir vermittelt, dringt auch ganz unerwartet in meine Seele. Gelassenheit beginnt in mir und meinen Gedanken einen immer größeren Platz einzunehmen.

Was mir vor einigen Stunden noch unlösbar erschien, sieht nun nur noch aus wie ein sehr großes Hindernis, ich muss nur das richtige Werkzeug finden um dieses Hindernis zu beseitigen.

Diese Gedanken sind Neuland für mich. Nur eines ist mir klar, wenn ich mit dem Kopf durch die Wand gehen will, ist sie immer noch da, nur eben mit einem Loch; und ich habe wieder Kopfschmerzen.

Doch weg mit den dummen Gedanken!

Ich atme tief die kühle Luft ein. Sie strömt durch die Nase und den Hals bis tief in die Lungen. Mit den Ohren höre ich auf meine Schritte. Ich fühle die Feuchtigkeit und Kühle der Schneeflocken die auf meiner Haut zerschmelzen.

Zwischendurch kommt sogar die Sonne durch die Wolken, ihre Strahlen scheinen beinahe Zuversicht in meine Seele zu schicken.

Dort wo die Wolken den Himmel nicht bedecken erkenne ich ein herrliches Blau. Wäre ich ein Maler wäre dieses Blau eine Herausforderung für mich. Dadurch dass die Schneewolken mit ihren leicht dunkelgrauen Rändern zur Mitte hin in strahlendes Weiß übergehen, und die Schneeflocken in ihrer ruhigen Art langsam zu Boden tanzen, wird die Farbe des Himmels noch unterstrichen.

Am Wegrand stehen Bäume und Büsche, teilweise sind die Äste schon dick mit Schnee bedeckt. Es sieht einfach herrlich aus, wie an manchen Stellen das dunkle Geäst durchschimmert und obenauf, wie mit einem Messer abgeschnitten, der Schnee ruht.

Wind kommt auf und irgend wie sieht es lustig aus wie er an einigen Stellen kleine Fontänten hochwirbelt, sie ein Stück trägt und wieder fallen lässt, nur um sofort eine neue auf zu wirbeln. Er treibt mir einige Flocken des Schnees ins Gesicht, es fühlt sich an wie kleine Nadelsticke, doch nicht unangenehm.

Mit neuer Kraft und neuem Mut lenke ich nun meine Schritte wieder auf meinen Ausgangspunkt.

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