So esse ich mit meinem Diabetes2

©by Fridolin Wirbelwind

Hallo, was ich hier schreibe, wird sicher einige überraschen. Seit einem Jahr lebe ich nun mit Diabetes2. Was habe ich früher alles für Schauergeschichten gehört, was man alles nicht mehr darf.

Da ich ja im Jahr zuvor schon mein Essen umgestellt habe, fiel mir das alles gar nicht so schwer.

In der Zeit von etwa Mai 2014 – Dezember 2014 konnte ich mein Gewicht von weit mehr als 120 kg auf 95 kg reduzieren. Jedoch habe ich mich an keine der üblichen Diäten gehalten. Einfach nur meine Lebens- und Essgewohnheiten etwas umgestellt.

Die erste Umstellung ging dahin, dass ich, anstatt den Bus zu nehmen, alles im Umkreis von maximal 6-10 km zu Fuß erledigt habe. Zweimal am Tag, ging ich mindestens eine Stunde aus dem Haus. Dabei habe ich viele Fotos gemacht. War ein guter Grund, raus zu gehen.

Dann wurde mein Speiseplan geändert. Zuerst wurde mein Fleischkonsum drastisch reduziert. Habe mal durchgerechnet, dass ich vor dieser Zeit jeden Monat circa 5-6 kg Fleisch- und Wurstwaren verbraucht. Eine Packung Pasta war eine Mahlzeit, dazu dann eben noch Fleisch und Gemüse. Abends Chips und sehr oft Eiscreme und/oder Torte.

Im ersten Jahr reduzierte ich Fleisch und Wurst auf die Hälfte. Pasta wurden auch halbiert und Chips durch Knäckebrot mit Kräuterquark ersetzt.

Nun bin ich soweit, dass ich nur noch maximal ein Kilo Putenfleisch im Monat esse und wenn es hoch kommt, 400 Gramm Wurstwaren. Aus einer Packung Pasta mache ich mir nun bis zu drei Mahlzeiten. Soßen kommen nicht aus der Fertigpackung sondern werden von mir selber gekocht. Gemüse wird von mir roh oder blanchiert gegessen. Sollte mich der Hunger überkommen, dann wird Obst gegessen. Bei Diabetes kann der Blutzucker auch schnell mal ja nach Unten fallen. Besonders wenn man sich viel bewegt. Kaffee und Tee trinke ich nur noch ungesüßt. Auch kein Süßstoff oder ähnliches. Auch zum Backen nehme ich selten mal Zucker, das liegt immer daran, wie mein Morgenzuckerspiegel ist.

Paprika, Karotten, Äpfel und Birnen dienen als Naschzeugersatz.

An Tagen, an denen mich meine Depressionen oder auch meine Agoraphobie plagen, hilft mir oft ein Müsli aus folgenden Zutaten: Ein Teil Haferflocken, ein Teil kalte Milch und Obst soviel ich gerne möchte. Da ich mich an solchen Tagen nur mässig bewegen kann, lege ich nicht gleich wieder Kilos zu.

Nicht zu vergessen, dass ich selten mehr Lebensmittel im Hause habe als ich für einen Tag benötige. Das zwingt mich auch jeden Tag aus dem Haus.

Mein Fleisch kaufe ich nur noch beim örtlichen Fleischer ein. Sicher ist das etwas teurer, aber man bemerkt den Unterschied, und ich unterstütze den kleinen Händler im Ort, der auch selber nur bei Bauern im Umkreis einkauft.

Nun kommt noch etwas das sich bei vielen Diabetikern noch gar nicht herum gesprochen hat. Doch wie alles hier, schreibe ich nur meine eigenen Erfahrungen auf. Ich darf auch ab und zu mal ein Bier oder ein Glas Wein trinken. Bei Wein stehe ich auf einen trockenen Roten, meist einen Cabernet Sauvignon. Den gibt es sogar bei LIDL für wenig Geld, und der lässt den Blutzucker nicht ansteigen.

Auch Bier darf sein, aber bitte KEIN alkoholfreies, dieses lässt den Zuckerspiegel ansteigen, schneller als ein normales Pils oder Export.

An Tagen, an denen ich weiß, dass ich Torte oder Kuchen oder, oder, oder esse, Gibt es zum Frühstück nur Knäckebrot mit Quark und darauf dann Paprika, Schlangengurke, Tomate oder ähnliches. Dann macht es auch nichts aus, dass ich dann am Nachmittag etwas Süßes zu mir nehme. 😉

Wer noch Fragen hat, der darf mich gerne anschreiben.

Euer Fridolin hofft, dass Ihr damit auch etwas gutes für Euch tun könnt.

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