Vergangenheit und Gegenwart!

©by Fridolin Wirbelwind

Heute ist mal wieder so ein Tag, an dem ich ohne viel Bedauern auf mein Leben blicke; mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Wie ja einige schon wissen, war mein Leben immer eine Achterbahn. Mal ganz weit Oben, ein andermal gaaanz weit Unten.

Doch was ich alles erleben durfte, das kann ich gar nicht in die richtigen Worte fassen.

Höre ich so manche Leute, deren größte Erlebnisse darin bestanden, dass sie jedes Jahr in Urlaub fahren und dort dann am liebsten Schnitzel und Schweinebraten mit Klößen essen, dann bedauere ich ab und zu diese Menschen.

Auch wenn mein Leben sehr oft an Stellen ankam, an denen ich unter Brücken geschlafen habe, oder bettelnd an der Ecke sitzen musste, weil der Regen es nicht zugelassen hat, dass ich ein Pflasterbild male.

Nun lebe ich von einer Minirente, doch ich komme klar damit.

Es gibt eben Dinge, die man nicht mit Geld kaufen kann, das sind meine Erinnerungen.

Durch die halbe Welt gereist, aber nicht als Tourist, sondern als Künstler, Vagabund und/oder Kellner. Habe als Tellerwäscher und Putzhilfe gearbeitet und, dabei Menschen kennen lernen dürfen.

Doch darauf habe ich ja schon in einer anderen Geschichte hingewiesen.

Manchmal denke ich jedoch, dass es genau dieses Leben gewesen ist, das mich so offen denken lässt.

Vorurteile habe ich sicher auch, bin ja auch nur ein Mensch. Meistens jedoch versuche ich erst den Menschen hinter einer Person zu erkennen, ehe ich mir ein Urteil bilde.

Dumme Menschen haben nicht die Möglichkeit, an ihrer eigenen Einstellung zu zweifeln.

Nun soll bitte keiner denken, dass ich mich für klüger als andere ansehe. Nein, denn immer wenn ich etwas Neues erfahre, wollte, und will ich, immer noch mehr erfahren.

Die Neugierde ist es doch, die uns Menschen immer weiter gebracht hat.

An alt Hergebrachten zu zweifeln, lässt uns, als Spezies, doch immer weiter forschen, ob die gültigen Erkenntnisse auch wahr sind, und uns dann heraus finden, dass es dahinter noch etwas gibt.

Nur wer Fragen stellt, der wird auch Antworten erhalten. Doch ob sie den eigenen Wissensdurst stillen, das muss jeder für sich selber heraus finden.

Obwohl ich in der Vergangenheit viele fremde Kulturen und Bräuche kennen lernen durfte, lerne ich jedes Mal, wenn ich einen Fremden treffe, etwas dazu. Das gilt aber nicht nur für Menschen, die aus dem Orient kommen. NEIN, es geht doch schon los, wenn ein Bayer nach Hamburg kommt; oder umgekehrt. Als ich das erste Mal nach Sylt kam, da war ein Weizenbier noch beinahe unbekannt. Dafür kannte man in München keinen Labskaus. In Husum habe ich für Freunde Kässpätzle gemacht, das war für die, damals, so exotisch wie für einen Süddeutschen ein Krabbensalat.

Was ich damit sagen möchte: Jeder sollte offen sein um neues zu testen, auch wenn es einem immer fremd bleiben würde, die Erfahrung es getestet zu haben, gibt einem ein ganz besonderes Gefühl.

Deshalb, geht auf die Neuankömmlinge zu, versucht ihre Kultur zu verstehen und zeigt ihnen unsere Art mit dem Leben umzugehen.

Nur dann gibt es eine Vergangenheit, eine Gegenwart und eine gemeinsame Zukunft.

Mein Leben war, wie nun so einige von Euch sich vorstellen können, nie einfach, aber es war und ist schön.

Gemeinsam können wir viel bewegen, lasst es uns anpacken.

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