Strand

©by Fridolin Wirbelwind

Zwei Menschen laufen durch den Sand. Sie kennen sich erst seit ein paar Tagen und beide sind auf der Suche nach dem Abenteuer.

Ein Pflastermaler und eine Saxophonspielerin. Begleitet werden die zwei von ihren Hunden. Die Musikerin hat einen Pudel-Mix dabei und der Maler einen alten Mischlingshund.

Der Tag war gut, viele nette Leute haben sich an unserer Kunst erfreut und auch gut Geld da gelassen.

Sie kommt aus Holland, und ich stamme ja aus Deutschland. Aber wir können uns schon sehr gut unterhalten. Wir setzen uns auf einen den Boden, rauchen und machen dazu eine Flasche Wein auf. Die Hunde spielen mit den Wellen fang mich und haben ihren Spaß.

Auch wir sind rundum zufrieden. Ach ist das Leben schön!

Erika nimmt ihr Saxophon und beginnt sehr gefühlvolle Melodien zu spielen. Wir sind beide ganz versunken, als plötzlich unsere Hunde zurück kommen und sich direkt neben uns das Wasser aus dem Fell schütteln. Wer Hunde hat, dem ist bewusst, dass es niemals einen besseren Platz geben wird, als direkt neben Frauchen oder Herrchen seinen Pelz zu trocknen.

Als Erika dann lachend aufhört zu spielen, sehen wir, dass wir auf einmal nicht nur zwei, sondern drei Hunde bei uns haben.

Etwas weiter entfernt hören wir einige Leute laut rufen. Schnell ist uns klar, dass der „neue“ bei uns von diesen gesucht wird und wir rufen sie zu uns herüber.

Als die Personen dann bei uns ankommen, gibt es zuerst ein großes Donnerwetter, für unseren Gast. Aber nach vielem Schwanzwedeln und Händschlecken, ist alles wieder gut. Wir lachen und die Leute setzen sich zu uns und fragen ob sie stören würden. Uns stören ja grundsätzlich nur Leute die meckern wollen. Als dann zwei von denen noch losgehen und Treibholz sammeln um ein Lagerfeuer zu machen, ahnen wir schon, dass das wieder mal so eine Nacht wird, die etwas länger werden könnte.

Langsam geht die Sonne unter und taucht alles in ein romantisches Rot-Orange. Der ganze Strand sieht aus, als wenn sich die Sonne ihr Bett hier machen will.

Josè sagt uns dass wir an einem Teil des Strandes sind, an welchem sich die Wärme am längsten hält.

Schnell sind wir in Gesprächen vertieft, in mindestens drei Sprachen. Die Hunde haben es sich neben einer Decke gemütlich gemacht, und Erika nimmt wieder ihr Instrument zu Hand und spielt alten Jazz.

Josè sagt, dass es nicht weit von uns einen Campingplatz gibt und fragt warum wir nicht dort übernachten wollen.

Aber egal, die Antwort hört er schon nicht mehr, da noch zwei Leute zu uns stossen und ihn in ein Gespräch verwickeln.

Auch die Neuankömmlinge haben Getränke mit dabei, und die Flaschen kreisen. Einer hat etwas gebaut, und diese Zigarette (!) geht nun auch reihum.

Irgendwann, es muss schon weit nach Mitternacht sein, hören wir wie irgendwo jemand Gitarre spielt. Erika steigt mit ein und es kommt uns vor als ob die Luft in diesen Momenten anderst riechen würde als sonst.

Ab und zu starren wir alle nur in die Flammen und die Glut, des Feuers, und nach einigen Stunden verabschieden sich unser neuen Bekannten und wir legen uns schlafen.

Ein toller Tag geht für uns nun zu Ende.

Wir verschlafen den halben Tag, und werden von diesem Erlebnis noch einige Zeit zehren können.

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