Zum Tag des Hundes

© By Fridolin Wirbelwind

Heute ist der Tag des Hundes. Wie meinen geneigten Lesern ja nun schon bekannt sein dürfte, schlägt mein Herz für Tiere aller Art, doch stets ganz besonders für Hunde.

Einige Exemplare dieser Tierart (?) begleiteten mich viele Jahre auf meinem Lebensweg.

Eines habe ich immer bei diesen herzlichen Wesen festgestellt, wenn sie etwas machen, dann aus tiefster Seele.

Ich kenne Hunde, welche stets nur den Beschützer für mich gaben und Gefahren oder böse Menschen, lange vor mir erkannten. Andere waren nur gefährlich zu Personen die sie lieb hatten, denn die wurden stürmisch begrüßt, was nicht selten zum Sturz dieser Person führte.

Wieder andere hätten einem Einbrecher auch geholfen im Haus nach Schätzen zu suchen und einige waren dabei, die an keinem Menschen etwas böses sehen wollten, fast so wie ich.

Doch so unterschiedlich wie sie auch alle waren, eines hatten sie alle gemeinsam: sobald sie bemerkten, dass es mir nicht gut ging, waren sie keine Hunde mehr, sie waren dann mein Kissen und meine Decke, mein bester Freund und mein Psychotherapeut.

Es gab welche die klüger waren und einige die einfach nur ein Hund sein wollten.

Aber eines war keiner davon; falsch. Sogar mein erster Hund, der mit Menschen nicht wirklich gut konnte, hat stets vorgewarnt, ehe er eine Person verjagt hat.

Die Dogge konnte nicht mit meiner Frau, dafür hat sie ihre Tochter vom Kindergarten abgeholt, das waren immerhin 7km einfacher Weg. Oskar hat auch andere Kinder verteidigt, indem er sich schützend vor sie gestellt hat.

Mein Leonberger war ein Tierfreund, der war im ganzen Dorf gern gesehen, auch auf den Weiden von Pferden und Schafen, weil er sie nicht gejagt hat, sonder immer nur mit ihnen spielen wollte. Auf den Ruf einer fremden Person, die Angst vor einem großen Hund hatte, blieb er sofort sitzen und rührte sich nicht weg, ehe ich ihm nicht die Erlaubnis gegeben habe.

Kamen ihm Kinder entgegen setzte er sich auch sofort hin und lies sich dann streicheln. Jeder konnte mit ihm spielen und er war auch mehrmals bei der Geburt eines Fohlens mit im Stall.

In den Feldern unterwegs, machte er mich auf Rehe aufmerksam und war stets fasziniert von allen anderen Tieren.

Er nahm eine Streunerkatze auf, die dann auf meinem Bett ihre 6 Kätzchen geworfen hat.

Doch das kam alles nicht von ungefähr, ich habe meine Hunde stets in den ersten Monaten 24/7 bei mir gehabt, so konnte ich feststellen, wann es ihnen einfach nur langweilig ist und wann ich ihnen etwas beibringen konnte. Als sehr wichtig empfinde ich immer noch, dass ein Tier sich als Mitglied im Rudel finden kann. Sollte ein Hund besser mit den Kindern klar kommen, dann lasst das doch so. Soll nun nicht heißen, dass Ihr das Tier im Kinderzimmer schlafen lasst, unbeaufsichtigt, sondern dass es gut ist, wenn der Freund des Kindes „vor“ dem Kinderzimmer einen Ruheplatz hat. So wird er Euch rufen wenn etwas mit dem Kind nicht stimmt. Und morgens sehen die sich gleich und wissen dass alles ok ist, Kind und Hund.

Straft Eure Hunde nicht weil sie etwas machen, das in ihrer Natur liegt, schlagt Eure Tiere niemals, genau so wie Eure Kinder. Baut der Hund mal Mist, dann schickt ihn auf seinen Platz, ohne laut zu werden. Holt ihn nach 10 Minuten wieder zurück, denn viele Hunde haben nur ein schlechtes Kurzzeitgedächtnis.

Lacht, wenn etwas lustig ist, Hunde können das fühlen, dass etwas Freude bereitet.

Solltet Ihr einen sehr großen Hund haben, dann sorgt dafür dass er genug Auslauf hat, denn sonst benutzen die ihren guten Verstand um Dummheiten zu machen. Das kenne ich von meinem Leonberger nur zu gut.

Lasst sie mit anderen Hunden spielen, auch wenn mal ein Kratzer dabei entsteht, aber wenn Ihr eine Salbe dabei habt, dann ist das ok. Versucht nicht Euren kleinen Hund vor großen auf den Arm zu nehmen, der kleine wird stark werden und sich gegen alle großen Hunde stellen. Ein gut sozialisierter Hund, wird einem kleineren keinen Schmerz zufügen und wird dann auch sehen, dass der nicht unter dem Schutz des Menschen steht und sich angegriffen fühlen.

Noch etwas, das ich Euch sagen möchte, kreuzt niemals die Hände vor der Brust, wenn ein großer Hund auf Euch zukommt, er könnte das interpretieren, als: Komm her und Euch anspringen, nicht weil er Euch was antun will, sondern weil er meint, dass Ihr ihn anlockt und mit ihm spielen wollt. Bleibt dann stehen, ruft, aber schreit nicht, STOPP und haltet ihm Eure ausgestreckte und erhobene Hand entgegen. Seht ihm nicht direkt in die Augen, sonder auf einen Punkt etwas über den Ohren.

Ihr könnt auch Sitz oder Platz sagen. Aber Stopp ist das wichtigste.

Zappelt nicht und schreit nicht einfach so rum. Je nachdem wie der Hund erzogen ist, kann auch Hilfe rufen kontraproduktiv sein, dann könnte es passieren, dass das Tier andere Personen als Gefahr einstuft und nun diese angreift.

Das ist nun sehr viel Information gewesen. Doch ich schreibe das nun, weil ich Heute von einem Bekannten hörte, dass seine Tochter (13J) zu Weihnachten einen Hund bekommen soll, natürlich einen reinrassigen vom Züchter.

Erstens ist ein Hund niemals ein Geschenk! Zweitens, warum geht Ihr nicht in ein Tierheim und sucht dort eines dieser armen Wesen aus. Manchmal ist so ein Tier sehr dankbar, und auch wenn es schon etwas älter ist, kennt es schon einige Menschen, gute wie schlechte.

Es gibt Tierheime da kann man hingehen, lasst Eure Kinder dort mal hingehen und seht welches Tier Euch aussucht. Viele Tierheime haben auch Raum um mehrere Tier auf einmal laufen und spielen zu sehen, und der Rest ergibt sich dann von ganz alleine.

Kauft auch keine Tiere via Internet oder auf Polenmärkten.

Und wenn ihr wirklich Euren Kindern und den Tieren etwas Gutes tun wollt, dann lasst die miteinander spielen.

Zeigt auch Euren Kindern, dass Tiere keine Spielzeug und kein Kuschelteddy sind, sondern Lebewesen mit Gefühlen, dass so ein Tier eben auch Verpflichtungen mit sich bringt, füttern und bürsten, mit und von ihm zu lernen, dass auch ein Tierarztbesuch dazu gehört, je nach Alter des Kindes, und dass der Mensch auch den Kot aufsammeln und entsorgen muss.

Sollte nun jemand sich dafür entscheiden, dass er seiner Familie so einen tollen Vierbeiner hinzufügen möchte, aber nicht genau Bescheid weiß, oder noch Fragen hat, meldet Euch. Ich helfe gerne mit all meinem Wissen und meiner Erfahrung.

Keine Angst, ich gebe Unterricht, ganz ohne Kosten für Euch. Mir ist nur wichtig, dass das Tier und auch Ihr, ein gutes und erfolgreiches Leben zusammen haben könnt.

2 Kommentare zu „Zum Tag des Hundes

  1. Vielen Dank für diesen tollen Bericht!

    Du hast recht, ein Tier ist kein Geschenk und besonders, wenn es Kinder in der Familie gibt, müssen diese lernen, dass der Hund nicht gestört werden darf, wenn er sich an seinem Rückzugsort befindet. Wir versuchen, unserer Tochter das von klein auf beizubringen.

    Gefällt 1 Person

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