Wie die Kinder sein!

© By Fridolin Wirbelwind

Nach vielen Gesprächen in meinem Umfeld, real ebenso wie im Internet, viel mir auf, dass immer noch sehr viele Menschen die Gefahr der braunen Hetzer unterschätzen.

Wir dürfen diesen Wesen nicht das Internet überlassen, denn je öfters die eine Lüge wiederholen, um so mehr Menschen werden diesen Lügen glauben schenken, auch wenn man ihnen das Gegenteil beweisen kann.

Der Mensch ist nun mal leider so gestrickt. Noch schlimmer wird es, wenn sich dann noch pseudo-religiöse Ansichten mit einfügen lassen.

Wir Menschen besitzen so etwas wie Schwarmintelligenz, die aber leider nur das vervielfältigt, was eine laute Mehrheit verkündet.

Die Einstellung, allem Fremden gegenüber vorsichtig zu sein, ist angeboren; soll heißen, dass wenn wir in

Multi-Kulti aufwachsen, es für uns ein ganz normaler Zustand sein wird, in welchem wir vor Menschen, die anders sind als wir, keine Zurückhaltung üben werden, sondern eher darauf aus sind, von denen die anders sind als wir zu lernen, und unser unterschiedliches Wissen zu teilen.

Ich kenne kein Kind, nicht eines, weder hier in Europa noch in Übersee, welches nicht mit einem Kind aus einer anderen Kultur oder mit anderer Hautfarbe spielen würde. Die lernen voneinander, das haben viele von uns Erwachsenen verlernt.

Kinder sind brutal ehrlich, und ich meine das genau so wie ich es hier beschreibe. Kommt ein Kind rüber als unangenehm wird es von den anderen auch dementsprechend behandelt.

Aber Kinder sind auch offen für alles, freundlich und hilfsbereit.

Auf vielen meiner Reisen habe ich auch Kindergärten besucht in denen die Inklusion gar kein Thema war, dort waren gesunde und behinderte Kinder, farbige alle Tönungen zusammen.

Die Bereitschaft einem behinderten Kind zu helfen war dort meist sehr groß. Es waren, und so sollte es immer und überall sein, Spielkameraden und Freunde.

Da habe ich auch ein Beispiel.

In England, es war irgendwann in den 1980er Jahren, einmal wurde ich eingeladen bei einer Familie eine Woche zu verbringen. Der Vater war ein Inder die Mutter britisch.

Sie hatten zwei Kinder von 4 und 5 Jahren.

An einem Tag fragte mich die Frau ob ich nicht abends mit auf ein Fest der Kids mitgehen möchte. Klar, dass ich da nicht absagte.

Dort angekommen war ich etwas überrascht, es war keine der üblichen britischen Einrichtungen. Dort sah ich Menschen aus vielen Nationen.

Dort angekommen drängten uns die kleinen sofort dazu, dass wir ihre Freunde kennen lernen müssen. Das schönst war, als sich der größere sofort zu einem Mädchen im Rollstuhl begab sie umarmte und sie uns als seine beste Freundin vorstellte. Er schob sie dann in den Raum mit der Bühne und stellte sich einen Klappstuhl dazu. Der kleiner rannte wie verrückt und suchte seinen besten Freund. Nach einiger Zeit fanden wir ihn dann, einen Jungen mit Downsyndrom.

Diese Kinder von Damals sind Heute noch befreundet, nach mehr als 30 Jahren. Wie kommt es, wird so manch einer fragen?

Ich gebe Euch eine Antwort: weil es Kindern egal ist, wer wie aussieht, oder woher er kommt oder die ganzen dummen Dinge. Sie haben gelernt, indem sie miteinander befreundet waren, dass nicht alles was anders ist auch gleich Gefahr bedeutet. Der Junge mit dem Downsyndrom lebt als Handwerker in Schottland, und das Mädchen im Rollstuhl ist Lehrerin für Sozialwissenschaften an einer Universität.

Die Jungs sind als Rechtsanwälte und Mediziner aktiv.

Warum ich Euch diese Geschichte erzähle?

Weil es wichtig ist mehr mit dem einfachen Herzen eines Kindes zu agieren, als mit den pseudo-intelligenten Sprüchen so mancher Demagogen.

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