Jahresende

© By Fridolin Wirbelwind

So langsam geht wieder ein Jahr zu Ende. Wie immer denke ich in dieser Zeit viel nach.

Das Jahr 2016 war für mich, und die Welt, ein hartes Jahr.

Viele Menschen, die einigen von uns sehr wertvoll waren, sind gestorben. Künstler die ein Teil unserer Jugend gewesen sind. Familienmitglieder und sehr gute Freunde sind nun nicht mehr bei uns, doch vergessen werden wir sie nicht. Einige Personen haben sich aus unserem Freundeskreis entfernt, manchmal zum Schaden, ab und zu auch zum Glück.

Die Welt hat sich in den vergangenen Monaten sehr verändert, Krieg und Hass sind unsere täglichen Begleiter geworden. Dieser Hass begleitet uns auch hier, in einem Land dem es so gut geht, dass wir auf sehr hohem Niveau jammern können.

Die neuen Nazis schreien und brüllen, damit sie auch die letzte Ecke in unserem Leben erreichen können. Die linken Chaoten können auch nicht mehr anders und schreien auf ihre Art mit.

Wir in der Mitte, wir sind mehr, viel mehr, doch sind wir zu leise oder werden sofort übertönt.

Man wird beschimpft, sobald man versucht moderat zu agieren.

Es wurden Häuser angezündet, Menschen gehetzt, gejagt und verprügelt. Andere zerstören das Eigentum von Menschen, die sie gar nicht kennen, ohne zu wissen wie lange so eine Person gespart hat um sich seinen Mercedes zu kaufen.

Jeder sitzt in seiner Filterblase und nur wenige sind noch bereit eine vernünftige Diskussion zu führen. Jeder lässt sich provozieren und ist nur zu gerne bereit dazu, in seinem Zorn, die Worte der Gegenseite zu benutzen.

In Amerika wurde ein menschenverachtendes Wesen zum Präsidenten gewählt. In Syrien werden ganze Städte dem Erdboden gleich gemacht. 100.000de sind auf der Flucht, vor Krieg, Sklaverei und Hoffnungslosigkeit, vor Armut und Hunger.

Familien verlieren alles was sie hatten. Doch was erwartet sie wenn sie bei uns ankommen? Wieder Hass und Angst. Menschen ertrinken bei der Suche auf ein besseres Leben, und die Überlebenden werden oft noch mit Häme überschüttet. Da werden Kinder angebrüllt, dass sie nicht willkommen sind, bis sie weinen.

Wir leben im Überfluss, jeder Mensch kann hier etwas aus seinem Leben machen, wenn er bereit ist dafür auch etwas zu tun. Doch anstatt seine eigene Unflexibilität und das eigen Unvermögen zu sehen, schiebt man die Schuld den Fremden in die Schuhe. Es ist ja so einfach!
Ich selber lebe von einer Minirente, doch habe ich genug zum Leben. Ein Dach über dem Kopf, genug zu Essen und wenn ich krank bin, dann gehe ich zum Arzt. Sicher wäre es schön, ab und zu etwas mehr ausgeben zu können. Doch haben wir hier doch vieles, das ein großer Teil der Menschheit als Luxus betrachtet; fließendes Wasser und Heizung in unseren Wohnungen. Es gibt auch für die Ärmsten Einrichtungen wo sie sich Kleidung und Essen besorgen können.

Ab und zu denke ich mit Wehmut an die Zeiten zurück, als ich noch Familie hatte. Da wurde dann zusammen die Wohnung oder das Haus auf Vordermann gebracht. Wir dekorierten und spielten zusammen. Das alles ist nun schon einige Jahre her, doch auch wenn mich diese Erinnerungen manchmal etwas melancholisch werden lassen, es sind schöne Gedanken bei denen ich mich dann erwische, dass ich lächeln muss.

Doch dieses Jahr hatte nicht nur schlimme Dinge für mich bereit.

Ich habe gelernt mit meinen Erkrankungen zu leben. Meinen Diabetes habe ich so gut unter Kontrolle, dass ich kein Insulin mehr spritzen muss, und trotzdem ab und zu mal sündigen kann.

Bei Facebook fand ich einige, für mich nun sehr wichtige, Freunde. Bei einigen konnte ich erkennen, dass sie nur Blender sind und ich fand die Kraft ihnen das auch ins Gesicht zu sagen.

Es gab Tage, an denen ich wieder die Schönheit unserer Welt sehen konnte.

Lasst uns gemeinsam hoffen, dass das neue Jahr schöner wird als jedes zuvor. Gebt Eure guten Gedanken und Taten nicht auf, nur weil es einmal schwer wird.

Helft und schenkt Freundschaft und Liebe! Fragt die Oma, die ihr nur bei ALDI seht, doch Mal einfach so, wie es ihr geht. Schenkt der Kassiererin, die manchmal etwas grimmig drein schaut, ein Lächeln.

Bedankt Euch wenn Ihr Hilfe erhaltet, oder im Geschäft beraten werdet.

Lernt wieder etwas geduldiger zu sein und erkennt, dass sich die Welt nicht nur um Euch dreht.

Doch die Basis, um all dies umsetzen zu können, ist doch dass Ihr zufriedener werdet.

Darum schicke ich in dieser Zeit der Besinnlichkeit, einem jeden einzelnen von Euch, eine große Portion Zufriedenheit.

In diesem Sinne eine schöne Vorweihnachtszeit.

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