Einfach mal Gedanken

By Fridolin Wirbelwind

Schon wieder geht ein Jahr auf sein Ende zu.

Wie immer hatte ich gehofft, dass ich ein kleines Stück vom Glück bekommen würde; war wieder nix. Ein paar kleine Affären, aber Liebe war nicht dabei.

Einige Menschen haben sich als das gezeigt was sie wirklich sind, unzufriedene Individuen die selber nichts auf die Reihe bekommen haben, und nun ihrem Hass freie Bahn lassen.

Viele Menschen sind von uns gegangen, Künstler die meine Kindheit und Jugend geprägt haben; Freunde die mir viele Jahre beigestanden sind.

Feiertage, die ich alleine verbringen durfte.

Feste, zu denen ich eingeladen war, und mir nur zeigten, dass ich nicht mehr so bin wie Früher einmal.

Ich bin mir bewusst geworden, dass ich mir selber genug bin, was mich aber auch ab und zu mal traurig macht.

Ich schreibe und male, fotografiere und frage mich dann, weshalb ich das alles mache.

Kinder habe ich keine und meine Geschwister haben mir schon vor mehr als 30 Jahren gezeigt, dass ich nicht zu ihnen gehöre.

Aus einigen Beziehungen und einer Ehe, habe ich Stief- und Ziehkinder, die auch nichts mehr von mir wissen wollen.

So versuche ich nun schon seit einigen Jahren die Feiertage, die einst die schönsten Tage meines Lebens gewesen waren, nur noch zu überstehen, ohne Mist zu machen.

Meine Gesundheit lässt es nicht mehr zu, dass ich meinen Beruf ausüben kann. Ich war Kellner mit Leib und Seele.

Nun sitze ich sehr oft und viele Tage alleine in meiner kleinen Wohnung und denke an vergangene Zeiten.

Nein, ich bin nicht deswegen depressiv.

Es gibt Tage an denen ich mit mir selber rede, weil mich sonst niemand versteht, das bilde ich mir eben so ein.

Früher, ja da war alles anderst, Nein, nicht besser, einfach nur anderst.

Ich konnte ad hock eine Rede von einer Stunde halten und Menschen unterhalten und zum Lachen bringen.

Dabei war es egal ob ich in einem Saal vor 200 Leuten reden durfte oder nur in einem kleinen Kreis.

Auch damals war ich schon depressiv, aber ich konnte über meinen Schatten springen. Auch hatte ich zu diesen Zeiten sehr viele schöne Momente.

Egal was damals passiert ist, ich konnte es sehr gut handeln.

Nun sollt Ihr mich aber nicht falsch verstehen, es ging einiges in meinem Leben falsch, aber das lag nicht an den Menschen die mich umgaben, sondern nur daran wie ich mich auf einige Menschen eingelassen habe.

Es gab auch Zeiten in denen ich viel, sehr viel Geld verdient habe, und das auch mit meiner Ex-Partnerin und ihrem Sohn gerne ausgegeben habe. Wir haben mehr als nur gut gelebt. Meinem Bubi habe ich stets versucht zu vermitteln, dass man Menschen niemals vorverurteilen sollte. Auch als Ziehvater war ich sicher nicht perfekt, das wäre doch vermessen, aber ich habe immer versucht ein guter Mensch zu sein.

Mein Wissen wollte ich weiter geben, und ich hoffe, dass ich das auch ab und zu geschafft habe.

Mein Leben war niemals einfach, ich war ein Seitensprung meiner Mutter, mein Stiefvater hat niemals mir die Schuld gegeben, nur meine Mutter hat mich … Aber egal, auch wenn ich es niemals leicht hatte, und mit meinen Depressionen kämpfen muss, seit ich denken kann, habe ich doch auch immer wieder erkennen können, dass das Leben doch schön sein kann.

Ich liebe das Frühjahr, wenn die Welt wieder anfängt zu leben, den Sommer, wenn es Mal zu heiß wird um sich zu bewegen, den Herbst, der mich nachdenken lässt und den Winter wenn die Natur mir zeigt dass man auch mal Pause machen muss.

Aber auch wenn ich einsehe, dass alles zwei Seiten hat, dann fällt es mir doch schwer zu denken, dass ich den Rest meines Lebens allein sein soll.

Doch sollte es auch so bleiben, dass ich alleine sein werde, so kann ich doch niemand die Schuld daran geben.

Teilweise ist es meine Einstellung zum Leben, sicher auch die Erfahrungen die ich machte, viele Enttäuschungen, aber dennoch bin ich nicht verbittert.

Manchmal bin ich traurig, sehr traurig.

Fast mein ganzes Leben habe ich versucht menschlich zu agieren und andere zu überzeugen auch so zu sein.

Ich habe nun ein ganz große Bitte an alle, die es sich angetan haben, bis hierher dabei zu sein.

Zeigt Euren Kindern, dass Feste schön sind, dass Menschen die anders aussehen, trotzdem auch Menschen sind, dass Toleranz mehr ist als Hass.

Euer Fridolin Wirbelwind

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