Mein Mensch und ich

By FridolinWirbelwind

Hallo, darf ich mich vorstellen; Mein Name ist Balto, aber der ist mir eigentlich egal, Hauptsache ist das ich meinen Menschen höre wenn er mich braucht. Ich bin eine echte Straßenkanntenmischung, auch wenn der Tierarzt gesagt hat, dass meine Eltern eine Dogge und ein altdeutscher Schäferhund gewesen sind. Meinem Menschen ist das egal gewesen, als er ins Tierheim kam. Aber um gleich mal etwas klar zustellen, ich fühlte mich im Tierheim nicht unwohl. Es waren viele nette Leute dort, die sorgten dafür dass ich im Trockenen schlafen durfte, ich bekam genug zu essen, und sehr viele Menschen kamen um mit mir spazieren zu gehen.

Leider musste ich auch viele Dinge lernen; zB. Dass ich nicht jeden Menschen anspringen darf, oder dass das Essen der Menschen nix für mich sein soll.

Aber nun will ich Euch erzählen was ich so mit meinem Menschen erlebt habe.

Ich war erst 6 Monate alt als mich meine ersten Menschen ins Heim gebracht haben. Die hatten auf einmal Angst, dass ich zu groß werden würde.

Dabei habe ich die auch sehr lieb gehabt. Ein kleines Kind hatten die auch, und weil ich dieses so lieb hatte, habe ich immer seine Hand abgeleckt. Die Menschen dachten nun, dass ich das Kind essen wollte, wie dumm die doch waren.

Also fuhren die mit mir nachts zum Tierheim und haben mich dort angebunden, mitten in der Nacht.

Ich hoffte die ganze Zeit, dass mich meine Menschen wieder abholen würden. Am Morgen kamen dann fremde Menschen an, die mich mit in ein warmes Büro nahmen. Die waren so lieb zu mir, ich bekam Wasser und Futter und durfte die ersten beiden Tage im Büro bleiben.

Danach musste ich dann in eine Box gehen, und ich durfte nur raus, wenn Besucher kamen.

Viele der Menschen, die uns besuchten, hatten Angst vor mir, weil ich so groß war.

Doch kam „mein“ Mensch an, ich kam gerade von einem Spaziergang zurück.

Da stand er dann, dieser Mensch, er war ruhig und wir hatte unseren Freilauf. Sofort zeigte ich ihm was ich kann. Ich sprang über den Rasen, dort ware Hindernisse aufgebaut, ich kroch durch die Tunnel durch und am Ende legte ich mich hinter seine Beine.

Die Frau von meinem Menschen wollte mich gar nicht haben, weil ich ein Mann war und sehr langes Felles hatte.

Aber da habe ich mich einfach auf die Füße von meinem neuen Menschen gelegt und eine Pfote auf den Füßen der Frau plaziert. Da meinte dann die Frau vom Tierheim, dass diese Menschen mich doch mal mitnehmen sollen, um zu sehen wie wir miteinander klar kommen.

Ich habe mich ganz toll gefreut, und bin gar nicht mehr weggegangen.

Die Frau hat dann auch gesagt, dass wir es probieren sollen.

Ich konnte es gar nicht erwarten in das Auto meiner neuen Menschen zu kommen.

Was mir nicht so gefiel, war, dass Joachim mich angegurtet hat.

Kaum waren wir in meinem neuen Zuhause durfte ich ohne Leine laufen und alles erschnüffeln. Oh man, soviele Düfte und überall der Geruch von meinem Menschen. Als ich dann auch meine Marke setzen wollte, hat mich mein Mensch in den Garten geschickt. Damals wusste ich nicht sofort was er meinte, aber ich erkannte, dass er das nicht gut gefunden hat und dann habe ich es eben gelassen.

Mein Mensch zeigte mir auch dass ich immer in den Garten gehen kann, und die Tür dorthin immer für mich offen ist, also habe ich eben im Garten meine Marke gesetzt. Damit jeder andere Hund auch weiß dass ich hier lebe.

Nun kam die erste Nacht in meinem neuen Haus.

Der Joachim hat mir im Schlafzimmer eine Matratze hingelegt und mir gezeigt, dass ich dort schlafen soll. Das war auch ganz ok, aber iregndwie war er ja so weit weg von mir. Also bin ich dann, nachts auf sein Bett und seine Beine.

Er hat nix gemerkt, ich war ja klug. Und morgens lag ich dann zwischen ihm und seiner Frau.

Die war gar nicht lustig.

Aber mein Joachim hat das sehr toll gefunden.

Er meinte, dass das doch toll wäre, usw.

Ok, also sind wir aufgestanden und ich sollte schnell in den Garten gehen um zu pinkeln. Joachim zeigte mir wo ich hin soll, und er ging unter die Dusche.

Die Frau ging in die Küche und machte dann so eine brauen Brühe, ich glaube die Menschen nennen das Kaffee oder so ähnlich. Aber mich hat sie vergessen, ich hatte doch auch Hunger.

Aber da sie mich total ignoriert hat, bin ich dann vor das Badezimmer, habe mich dort hingelegt, und gewartet bis mein Mensch raus kam.

Hihi, Menschen sehen lustig aus, wenn sie kein Fell anhaben.

Er hat sich dann was umgelegt und ging mit mir in die Küche. Sofort hat er dann den großen Sack aufgemacht und mir was zu essen gegeben; nicht ohne vorher seine Frau zu fragen warum sie das nicht schon gemacht hat. Mein Mensch war eben was ganz besonderes.

Aber egal, nach einigen Monaten sagte die Frau, dass sie meinen Menschen nicht mehr lieb hat.

Mein Mensch war sehr traurig damals. Er fragte die Frau was er denn falsch gemacht hat. Sie hat nur gesagt dass sie es nicht weiß, aber ihn nicht mehr liebhat. Das machte meinen Joachim sehr traurig, und nun bin ich immer nachts ins Bett gegangen, denn wenn die Frau meinen Joachim nicht mehr liebhat, dann muss ich ihn liebhaben.

Zu Weihnachten war sie dann nicht mehr da, und Joachim hat mich mit in seine Arbeit genommen.

Dort habe ich dann im Büro gesessen bei seinen Kollegen und aufgepasst, dass niemand Mist baut. Kurz vor Mittag bin ich dann los zum Imbiß und habe das Essen für Leute geholt, das war toll, weil ich immer auch eine Wurst abbekommen habe.

Dann kam der Tag, ich war mit Joachim in der großen Stadt. Die mochte ich nie, weil es da immer so stinkt.

Wir waren einkaufen, Gott weiß was alles. Joachim bekam Hunger und wir gingen in eine kleine Kneipe.

Wir setzen uns an einen Tisch und Joachim bestellt ein großes Bier und zwei Burger. Ja, er hat immer an mich gedacht.

Wir bekommen unser Essen und die Tür geht auf und herein kommt ein Paar Menschen die so ganz anderst sind als die Menschen die ich sonst gesehen habe, aber sie riechen gut.

Da die Kneipe sehr klein ist, und an vielen Tischen schon Menschen sitzen fragen sie meinen Joachim ob sie sich zu setzen dürfen.

Klar, dass mein Mensch ok sagt, er ist ja sehr lieb.

Mein Mensch unterhält sich gut und die neuen Leute freuen sich, dass sie sich mit meinem Menschen so gut verstehen.

Da kommen auf einmal einige böse Wesen herein, laut und agressiv gehen sie an die Theke und verlangen Bier und Korn. Dann sehen die sich um und sehen dass am Tisch von meinem Menschen Leute sitzen die braun sind.

Sofort werden die laut und beschimpfen meinen Menschen. Ich stehe auf und zeige denen dass ich sie nicht mag.

Da kommt einer von den auf mich zu, zeigt mir ein Messer und sagt zu meinem Joachim dass er mich abstechen wird, wenn er mich nicht zurück rufen würde.

Das macht natürlich keinen Eindruck auf mich, und ich knurre ihn an, keiner darf meinen Menschen bedrohen.

Der böse ist noch zwei Menschenschritte von mir entfernt. Ich stelle mich. Niemand darf böse sein zu meinem Menschen, oder seinen Freunden.

Die sind drei und bei meinem Menschen sitzen zwei Wesen die totale Angst haben; der Mann hinter der Theke ist in der Küche verschwunden.

Nun gilt es, als mein Mensch aufsteht und sich vor die Leute an seinem Tisch stellt. Mein Joachim ist kein Superheld, aber er stellt sich gegen diese Wesen, die nur Ärger machen wollen. Also stelle ich mich neben meinen Joachim, ich knurre nicht mehr, ich zeige nur, dass ich da bin, und meinen Freund beschützen werde, auch mit meinem Leben. Mein Joachim ist kein Muskelmann, aber er kann sich verteidigen.

Als sich mein Mensch verteidigt und zuschlägt, da wird ihm von drei Männern in das Gesicht geschlagen, ich werde mit Stühlen abgehalten und mit Messern verletzt. Dann sehe ich nur noch einen Mann der etwas aus seiner Tasche zieht, er zielt auf mich, mich trifft etwas heißes, und ich bin tot.

Kommentare werden erst geprüft und nur mit gültiger E-Mail freigeschaltet

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.