Heilig Abend 2018 Achtung, könnte Humor enthalten!

© by Fridolin Wirbelwind

Der heilige Abend ist fast vorbei. Die Zeit zwischen 18 und 20 Uhr hat er vor dem Fernseher verdöst, das war früher die Zeit der Bescherung.

Danach hat er noch etwas Weihnachtspost beantwortet und Stollen gegessen und dazu einen Glühwein getrunken.

Da er nicht dekoriert hat, war dieser Abend auch nicht demprimierend, wie sonst.

Ein paar Tränen floßen trotzdem, aber nicht aus Trauer über vergangene Zeiten, sonder aus Rührung, dass er soviele Grüße von fremden Menschen erhalten hat!

Nebenbei hat er seine Weihnachtszigarren gesucht, die ihm jemand anonym schon vor zwei Wochen geschickt hatte. Kleine Bemerkung am Rande er hat die so gut auf die Seite gelegt, dass er sie noch immer nicht gefunden hat. Man was muss er doch für ein Versteck in seiner Mini-Wohnung gefunden haben. Bis Silvester, oder zu seinem Geburtstag im Januar kommen sie ja auch noch gut.

Nun liest er die vielen Posts von seinen Freunden auf Facebook.

Ein Glas Wein steht vor ihm und statt der Zigarren, menno wo hat er die bloß hin gesteckt, raucht er eben einige Zigaretten, ist ja ein besonderer Tag.

Ach ja, der Peter hat ihn auch angerufen, er kam gut in Köln an und sein Bruder nimmt ihn bei sich auf, wenn er eine Therapie antritt. Der würde sich auch um den Hund kümmern und danach eine kleine Wohnung für ihn suchen. Ach es gibt doch noch immer viele gute Menschen. Manchmal muss man eben einfach allen Mut zusammen nehmen und um Hilfe bitten.

Okay, nun sucht er noch im Bad nach den Zigarren, die Dinger müssen doch wo sein. Mit dem Kopf schon im Bad, schenkt er sich ein neues Glas Wein ein, stößt dabei an den Tisch und freut sich, dass er nun wohl den ersten Feiertag damit verbringen wird den Rotweinfleck zu entfernen, geht ja wohl besser mit Mineralwasser als mit Cola. Da das Haus sehr hellhörig ist, kann er mit dem Dampfbesen jetzt nichts machen, die Nachbarn würden sonst einen Aufstand machen. Also ins Bad und Rasierschaum auf den Fleck sprühen und so versuchen etwas zu machen. Gaaanz klar, geht ihm nach dem dritten Versuch auch noch der Rasierschaum aus. Aber als er das Deckenlicht anschaltet sieht er, dass der Fleck nun nicht mehr nach Rotwein aussieht, sondern eher wie Einhornkotze. Btw, der Teppich war einmal schön in verschiedenen Grautönen. Als er mit den Fingern über den Teppich tastet, erwischt er natürlich auch noch einen kleinen Glassplitter. Wo hat er nun die Pinzette hingelegt? Der Tag hat so viele Fragen für ihn.

Ah ok, die liegt sie ja, direkt neben dem Monitor, was die dort macht, das weiß wohl kein Mensch.

War nur ein kleiner Splitter, aber genau auf der Kuppe des linken Zeigefingers. Raus damit, etwas Mirfulan-Salbe drauf und gut ist.

Was wollte er noch vor diesem Missgeschick? Ach ja, die Zigarren im Bad suchen, aber weshalb sollte er die ausgerechnet im Bad aufbewahren? Egal, kann ja nicht schaden. Aber vorher noch ein Glas Wein, aber diesmal gleich über der Spüle einschenken, sicher ist sicher.

Ehe er sich erneut auf die Suche begibt, raucht er noch eine. Und nun geht es auch schon los.

Nur gut dass Morgen ein Feiertag ist, aber als Rentner kann ihm das doch auch egal sein.

In der Schmutzwäsche muss er wohl nicht suchen, aber an der Türe hat er so einen Ordner hängen, da steckt er sonst seine Kontaklinsen und andere Dinge rein. Dort drin befinden sich unter anderem:

Abgelaufenes Make-Up, von Halloween und einer seiner Damenbekanntschaften, Reserverasierklingen, eine Flasche mit Schaumfestiger, wann hat er den wohl gekauft? Egal, der ist eh leer und gehört in den Müll.

Also zurück ins Wohn-, Schlafzimmer, das auch seine Küche ist.

Noch ein Glas eingeschenkt und an den Computer gesetzt. Das Glas aber besser hinter sich auf den Tisch stellen, er hat so das Gefühl, dass er sich Heute nicht wirklich trauen kann.

Nun kommt ihm eine Idee, warum sollte er diese Vorkommnisse nicht aufschreiben, er würde sicher einige Menschen zum Schmunzeln bringen.

Er steht auf, um eine neue Flasche zu öffnen, damit sie atmen kann, tja, was soll er sagen, er verheddert sich im Kabel vom Kopfhörer, fällt hin, direkt auf sein Knie, ihm wird schwarz vor Augen, hört Vöglein zwitschern und seine Stimme die Worte nutzt, welche einem Feiertag nicht zur Ehre gereichen.

Nach einigen Minuten hat er sich wieder erholt, nimmt gar nicht erst ein Glas, wer weiß was sonst noch passieren könnte, und nimmt einen großen Schluck aus der Flasche, kann ja nicht schaden, er hatte mit einem Gast gerechnet und mehr Wein als er sonst in einem halben Jahr trinkt. Ist ja schließlich Weihnachtsabend.

So langsam muss er Mal ins Bad, der ganze Wein muss ja auch wieder raus.

Und NEIN, auch wenn Ihr Euch jetzt schon auf eine neue Episode eines Missgeschickes gefreut habt, es ging alles ganz ohne Unfall ab.

Aber der Abend ist ja noch jung, vielleicht passiert ja noch etwas, das Euch belustigt.

Aber ernst beiseite, ich wünsche allen eine besinnliche Weihnachszeit, viele schöne Stunden im Kreise Eurer Lieben. Viel Glück und Gesundheit und eine ganz große Portion Zufriedenheit für 2019.

Mit ganz lieben Grüßen

Euer Fridolin Wirbelwind

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