Nicht alle können einen Feiertag auch feiern!

© By Fridolin Wirbelwind

Es ist wieder so ein Feiertag, an dem unserem älteren Herren viele Erinnerungen in den Sinn kommen.

Sein Ostergast hat sich schon verabschiedet, da dieser es niemals lange in einer Wohnung aushält.

Sie haben gekocht und gegessen, etwas getrunken und der Besuch hat sich geduscht und unser Herr hat ihm die Haare und den Bart in Form gebracht.

Nun sitzt er da, und erinnert sich an seine Kindheit. Damals war Ostern nichts besonderes, eben wie in seiner Familie üblich, wurde an solchen Tagen viel Alkohol konsumiert, gefressen und gestritten.

Nur eines wahren Feiertag in seiner Kindheit niemals: feierlich.

Eigentlich war seine ganze Kindheit nur eine Ansammlung von Sauferei, Fremdgeherei und Stress.

Auch bekam er nur von seinem Stiefvater überhaupt eine Unterstützung, dieser arme Mensch.

Der Papa hat unserem Herrn auch das Lesen und Schachspielen beigebracht, als er erst vier Jahre alt war.

Dieser Mann brachte Micky Maus und Fix und Foxi mit, zeigte ihm wie man Brot und Kuchen backt und wie man Holz hacken und stapeln muss.

An seine Mutter hat der Herr keine besonders guten Erinnerungen, darum sagt er zu ihr auch nicht viel.

Neun Schuljahre an 16 verschiedenen Schulen, liesen es nicht zu, dass er erlernen konnte, wie es ist wenn man Freunde hat.

Sein Wissen hat er sich zu einem großen Teil als Autodidakt selber bei gebracht.

In seiner Familie war er immer der, welcher so total anders war. Das ist er bis Heute.

Viele Jahre brauchte es, bis er so weit war, um zu erkennen dass er nicht geboren wurde um das zu machen, was andere von ihm erwarteten.

Nun ist er über 60 Jahre alt, und immer noch meist alleine.

Aus mehreren Beziehungen hat er viele Zieh- und Stiefkinder, denen er stets die Liebe geben wollte, die er selber als Kind nie erfahren hat.

Er hat die Kinder von fremden Männern großgezogen, die sich aus ihrer Verantwortung gestohlen haben, und was blieb? Nicht, nur die Hoffnung, dass diese Kinder es nun mit ihren Kindern so halten wie er versuchte es sie zu lehren.

Er feiert keine Feste mehr, nicht einmal seinen Geburtstag, da er es verlernt hat mit anderen Menschen zu interagieren.

Doch macht Euch keine Sorgen, er mag die Menschen immer noch, doch wird der Kreis der Personen mit denen er sich im realen Leben umgibt immer kleiner.

Ja, er war auch verliebt, und diese Zeiten werden für immer in seinen Gedanken und seinem Herzen fortleben.

Nun wünscht er allen Menschen eine gute Zeit.

Nein, er wird sich nichts antun, diese Zeiten hat er hinter sich. Er wollte nur einfach sagen wie er fühlt und denkt.

Vielleicht denkt ja einer von meinen Lesern an einen einsamen Menschen in seiner Umgebung?

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