Tiere und Kinder!

© By Fridolin Wirbelwind

Während seiner Reisen hat unser Herr ja so einiges erlebt.

Es gab Momente mit Menschen und mit Tieren.

Einige Erlebnisse sind für Otto-Normalverbraucher ganz sicher nicht nachvollziehbar.

Eine dieser Geschichten wird er nun erzählen.

Es geschah zu der Zeit, als er noch als Vagabund unterwegs war.

Oft haben sich unserem Herrn ja herrenlose Hunde angeschloßen.

Es begab sich zu einer Zeit, als er zwischen Flensburg und Hamburg unterwegs war.

Seit einigen Wochen folgte ihm ein kleiner Mischlingshund. Der kam aber nur nachts zu dem Herrn ins Zelt, wenn er zuvor Futter bekam.

Eines Morgens geschah es, dass dieser kleine Hund eine junge Krähe mitbrachte. Aber er wollte dieses Tier nicht fressen, sondern leckte es dauernd ab, legte es dem Herrn auf den Schoß.

So ging der Mann in die nächste Stadt, besorgte eine Spritze und fütterte den Vogel.

Bald waren die drei ein tolles Team.

Es dauerte nicht lange, bis diese so unterschiedlichen Wesen eine gute Freundschaft aufgebaut hatten.

Der Mensch spielte Musik auf seiner Melodika, Hund und Vogel tanzten dazu, in einem nicht zu erklärenden Reigen. Jedes Wesen konnte sehen, dass sie eine Einheit waren.

Eines Morgens, so kurz vor Sonnenaufgang, machte der Mensch das Feuer an, als er sah, dass dicht neben seinem Zelt etwas lag. Er ging hin und dachte, dass es eine Katze wäre. Nach einiger Zeit erkannte er, dass er nicht wirklich falsch lag. Neben seinem Zelt lag eine verwilderte Katze, und neben ihr drei junge Kätzchen. Die Mutter lebte nicht mehr. Als Hund und Krähe das sahen, begann der Hund die kleinen Wesen zu lecken, und die Krähe flog los. Nach einigen Minuten kam Krah zurück, mit drei Würmern im Schnabel.

Unserem Mann wurde ganz warm um sein Herz, da kämpften verschiedene Lebensformen um das Leben von anderen Leben. Wie hätte er sich nun davon distanzieren können.

Als das Zelt abgebaut war, ohne das es ein Frühstück gegeben hätte, packte der Mann die Kätzchen in ein Tuch, steckte sie unter seine Jacke, und alle zusammen marschierten los.

Als sie in der nächsten Stadt ankamen, fragte sich der Mann zunächst zum nächsten Tierarzt durch.

Es dauerte auch gar nicht lange, dass er einen fand, welcher bereit war ihm zu helfen. Eine Frau hatte eine Katze, welche Milch gab, aber ihre Kätzchen verloren hatte. Diese Frau erlaubte dem Mann auf ihrem Grundstück sein Zelt auf zubauen, und ihre Katze kam ganz schnell zu diesem zusammen gewürfelten Haufen um die Kätzchen zu säugen.

Bald wurde es Sommer, und die Minitiger wurden größer. Da sie weder die Krähe noch andere Vögel jagten, wollten diverese Menschen eine der drei Kätzchen haben. Doch die waren wählerisch! Sie liesen sich nicht von jedem Menschen anfassen.

Als ein Kind kam, das anders war, gingen sie alle auf dieses Kind zu.

Welche Krankheit dieses Kind hatte, werde ich nun nicht sagen. Nur soviel dazu: alle drei Katzen lebten nun in diesem Kindergarten.

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