Weshalb ich ein Native bin!

Okay, ich war ja viel in der Welt unterwegs. Unter anderem lebte ich für drei Jahre in den USA.

Eines Tages, wir fuhren von NYC zurück nach PA, machten wir Pause an einem Rastplatz am Delaware-River. Es war eine tolle Aussicht, links und rechts Berge und unter uns der Fluß.

Plötzlich hörten wir Hilferufe. Ich ging über den Highway zur Begrenzung und da sah ich einen Kopf im Wasser. Meine Frau versuchte einen Notruf abzusetzen und ich ging die Böschung runter. Der Mensch versank immer öfter im Wasser, also sprang ich rein. Es war ein kleines Mädchen, das vor lauter Panik nicht mehr wusste was es machen soll. Ich bin kein besonders guter Schwimmer, aber ich konnte nicht zusehen wie ein Kind ertrinkt. Ich aktivierte meine letzten Kräfte als das Kind nicht mehr auftauchte. Ich schwamm zu dem Ort an dem ich das Kind zuletzt gesehen hatte, tauchte und bekam ein Stück Stoff zu schnappen. Ich zog es hoch und das Kind war tatsächlich drin. Leider konnte ich nicht an den Ort zurück an dem ich ins Wasser sprang, also hielt ich das Mädchen fest und lies mich mit der Strömung treiben, bis ich wieder Grund unter meinen Füßen spürte. Es dauerte nicht lange bis ein Heli uns abholte und in eine Klinik in NYC brachte. Das Mädchen überlebte und nach einigen Stunden kamen dann Familie und Freunde zu uns. Es gab kein großes Aufsehen. Die Familie von Sonnenblume fragte nur wer ich bin und wo ich wohne, diese Infos bekamen die Angehörigen von der Krankenschwester.

Zur Erklärung: von dem Ort an dem ich das Kind aus dem Wasser holte, bis zu meinem Wohnort waren es etwa drei Stunden mit dem Auto.

Einige Wochen später standen drei Fremde vor meiner Türe. Ich lud sie ein, wie es in PA üblich ist, und sie erklärten mir weshalb sie mich besuchen wollten. Da ich ein Kind der Delawaren aus dem Wasser gezogen hatte, sollte ich an einer Zeremonie teilnehmen. Es sollte eine Zeremonie sein, in welcher die Stammesangehörigen danken wollten, aber der Retter sollte auch mit dabei sein.

Die Männer bestanden darauf, dass ich unbedingt mitkommen solle. Nachdem ich sagte, dass meine Frau noch arbeiten würde, erklärte sich einer bereit diese abzuholen und sie zum Zermonienplatz zu bringen, da auch sie wichtig wäre.

Nach einem Telefongespräch mit meiner Frau stieg ich dann in das Auto. Ich war neugierig und auch aufgeregt. Und auch Heute, habe ich noch immer Schmetterlinge im Bauch, wenn ich davon erzähle.

Als wir dann in den Dorf ankamen, wurde ich dem Ortsvorsteher vorgestellt. Die ersten Sätze waren noch in Englisch, den Rest habe ich nicht verstanden. Danach kam der Medizinmann herein, dieser sprach wieder in Englisch und fragte mich, ob ich bereit wäre. Da ich ja offen für vieles bin, stimmte ich zu. Der Medizinmann erklärte mit dann, dass ich einige Rituale mitmachen müsste. OK, ich stimmte zu.

Zuerst wurde ich in ein Zelt geführt. Dort musste ich mich dann bis auf die Unterwäsche ausziehen. Der Medizinmann tanzte dann um mich herum, wie ich später erfuhr um mich vor bösen Geistern zu schützen.

Danach ging ich mit den Ältesten in eine Schwitzhütte, wir blieben dort für viele Stunden. Der Medizinmann gab mir Dinge zu trinken, die hier sicherlich unter das BTMG fallen würden. Er besprach mich um mir zu helfen meinen Beschützer zu erkennen.

Was dann noch passierte, ist eine besondere Geschichte.

Als ich wieder zu mir kam, wurde ich auf wackeligen Beinen von zwei alten Frauen gestützt, und der Medizinmann sprach zu mir: „Der Gott der alles erschaffen hat, hat Dir das Herz eines Bisons verliehen. Du hast den Mut eines Berglöwen, die Kraft eines Bisons, die Klugheit und Weitsicht eines Adlers. Unser Gott hat entschieden, dass Dein Name ab nun sein wird: Der mit dem Herzen eines Bisons. Du wirst niemals alleine sein, solltest Du kämpfen müssen, wirst Du stets Mitstreiter finden, egal wo auf der Welt Du bist.

Seit dieser Zeit werde ich von vielen Delawares als Bisonheart bezeichnet. Nun bin ich aber schon 16 Jahre nicht mehr in den USA. Aber diese Erfahrung ist immer wieder schön.

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