Mein privater Jahresrückblick

© By Fridolin Wirbelwind

Und wieder verging ein Jahr. Es brachte Glück, Liebe, Freundschaften, Trauer und Verluste. Es brachte mir Momente voller Glückseligkeit und im nächsten Moment die Nachricht vom Tod eines Freundes.

Doch so ist das Leben, ein werden und vergehen.

Seit Januar habe ich viele Freunde verloren, unter anderem den Chat Askins, meine Schwester und sieben andere Menschen.

Ich stehe an der Seite von FridaysforFuture und bin immer noch ein Antifaschist.

Viele neue Freunde habe ich gewonnen. Viele davon standen mir bei, um anderen Menschen, die noch weniger haben als ich, zu helfen.

Als mein PC kaputt ging, bekam ich ganz schnell von einem Freund, den ich nur über Twitter kenne, einen Laptop, mit dem ich nun arbeiten kann. Ein anderer Freund kam von Köln zu mir und brachte mir Dinge, die ich verschenken durfte. Ich bekam viel Zuspruch und unzählige liebe Worte, auch wenn es mir einmal nicht so gut ging.

Mir wurde Hass, Neid und Hetze entgegen geschleudert. Doch mindestens eben so viel Liebe und Zuneigung.

Die Nazis werden immer stärker, doch auch wir Antifas werden immer mehr.

Junge Menschen, welche an ihre Zukunft denken, durfte ich oft mit Snacks und Getränken versorgen. Ich bin stolz, dass ich ein Teil dieser Menschen sein darf.

Die Welt steht am Abgrund, doch ich, und unzählige andere, wollen das nicht geschehen lassen.

An der Seite von guten Menschen darf ich kämpfen um die Welt zu erhalten, den Faschisten die Stirn zu bieten und gegen Hass und Hetze aufzustehen.

Die Politik rückt weltweit immer weiter nach rechts. Wir sind zwar mehr, doch die haben die Wirtschaft im Rücken, wie schon einmal vor rund 90 Jahren.

Politiker setzen Steuergeld in den Sand und streiten sich um Posten.

Im Mittelmeer ertrinken unzählige Menschen, und wir streiten darum ob wir diesen Menschen Hilfe zukommen lassen.

CDU lässt sich von der CSU dominieren. JU und WU rücken immer näher zur AfD. Die FDP und Teile der Union, sehen nur Wirtschaftsinteressen.

Die Armut wird nicht weniger, alte Menschen haben gerade mal so viel, dass sie nicht verhungern, derweil andere zwei Privatflugzeuge haben und sich zur Mittelschicht zählen.

Kinder gehen ohne Essen zur Schule, und haben keine Chance auf eine bessere Schulbildung.

Krankenhäuser und Seniorenheime sind in privaten Händen und agieren nur noch auf Gewinn.

Kinderkliniken werden geschlossen, weil sie nicht mehr rentabel sind.

Ich helfe Menschen aus anderen Ländern unsere Sprache zu lernen, und zu verstehen wie wir hier leben. Dafür habe ich auch schon negative Nachrichten und Drohungen erhalten.

Doch habe ich auch schon gute Erfahrungen gemacht. Ein Busfahrer meinte dass er noch 30 Sek. warten würde, sollte es Mitfahrern nicht gefallen dass eine Frau im Bus ihr Baby stillt.

Ein Alt-Punker hat sich vor eine Muslima gestellt, als dies dumm angemacht wurde. Teenager standen auf, weil sie sahen dass eine Frau nicht so gut zu Fuß ist. Andere alternative junge und ältere Menschen halfen Senioren in und aus dem Bus. Ein Kontrolleur übte Nachsicht und lies einen Jungen von etwa 10-12 Jahren eine Fahrkarte nachkaufen.

Eine alte Frau gab ihren Einkauf spontan an einen Obdachlosen ab.

Ein Tierarzt behandelte den Hund eins alten Mannes kostenlos.

Alles in Allem war es ein gute Jahr, und Ja es gab auch Menschen die an mich dachten und denken.

Persönlich war das letzte Jahr nicht übel, aber leider sehe ich für die Menschheit …

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