Erinnerungen! Mein erster Suizidversuch!

© By Fridolin Wirbelwind

Der älter Herr sitzt nun hier vor seiner Tastatur. Wie fast immer ist er ganz für sich alleine. Aber niemand muss sich nun Gedanken machen, er fühlt keine Einsamkeit.

Doch so ganz nebenbei stahl sich ein Gedanke in sein Bewusstsein.

Er war damals in der vierten Klasse. Seine Mutter holte sich damals ihren ersten Liebhaber in die Wohnung, und sein Papa war so schwach. Was kam, war eine Menage a troi. Das war natürlich um 1968 etwas das nicht in Ordnung war, besonders wenn man eine Familie hatte.

Er war damals schon immer sehr melancholisch, wie man es damals bezeichnete. Seine Mutter gab ihm damals dann auch Kirschlikör zu trinken, damit sie mit ihrem Liebhaber im Schlafzimmer verschwinden konnte. Sie hatte auch Sex im Wohnzimmer, während unser Herr Radio hörte oder Bücher las.

Als sein Klassenlehrer dies erfuhr, half er ihm nicht, sondern nannte ihn vor der Klasse, den Sohn einer Hure.

Dazu muss ich noch erklären, dass der ältere Herr auch nicht der Sohn des Ehemannes war, sondern auch ein Seitensprung seiner Mutter mit einem GI.

Der Klassenlehrer nannte ihn auch einen Bastard, da seine Hautfarbe damals noch etwas dunkler war. Sein Stiefpapa ging darauf hin in die Schule und zeigte dem Lehrer was er von solchen Reden hielt.

Aber auch seine Geschwister schlossen ihn aus. Alles was ihm blieb, waren sein Bücher. Er hat alles gedruckte gelesen, das er bekommen konnte.

Doch waren das auch die einzigen Möglichkeiten aus der Realität zu fliehen.

Da er unerwünscht war, wurde er schon im Alter von etwa 4 Jahren als Haussklave und seelischer Mülleimer missbraucht. Er konnte schon mit 5 Jahren kochen, putzen und nähen, sogar an der Maschine.

Seine Mutter bezeichnete ihn immer wieder als nutz- und wertlos. Seine Geschwister schlossen sich gerne an, und stimmten seiner Mutter mit ein, dass er es nie zu etwas bringen würde.

So kamen die Dinge zusammen, und als er seinen 11. Geburtstag feiern wollte, und die Mutter seine wenigen Schulfreunde nicht in das Haus gelassen hat,

ging er ins Bad, lies die Wanne volllaufen und nahm eine Rasierklinge von seinem Stiefpapa.

Dann schaltete er das Radio ein, trank eine halbe Flasche Eierlikör, las in einem Buch, und versuchte sich die Pulsadern aufzuschneiden.

Es hat nur nicht geklappt, weil das Kind der Nachbarin ihn besuchen wollte.

Und NEIN, er wurde nicht psychologisch behandelt, es wurde Fehlfunktion beurteilt.

Ja, Ihr habt richtig gelesen, ich habe meinen ersten Suizidversuch mit 11 Jahren gemacht.

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