Melancholische Gedanken

© By Fridolin Wirbelwind

Im Moment habe ich ja genug Zeit um über mich und die Welt nach zu denken.

Mein Leben war nicht immer einfach und es gab Tage an denen ich nicht mehr leben wollte. Es fehlte mir einfach die Kraft um weiter zu machen. Doch diese Zeiten sind vorbei.

Ich hadere nicht mehr mit meinem Leben, da ich es eh nicht mehr umändern kann. Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht versuchen werde etwas im Jetzt besser zu machen.

Eines Tages muss jeder von uns sterben. Doch ich werde gelassen sein, wenn der Tod an meiner Türe anklopft. Habe ich doch viele Niederlagen überstanden und hoffe, dass ich einige Dinge doch richtig gemacht habe.

Angst vor dem Tod habe ich also keine. Dies kann jedoch auch daran liege, dass ich nicht religiös bin. Also glaube ich weder an ein Paradies noch an die Hölle. Ergo bin ich nur der Menschlichkeit verpflichtet und keinen religiösen Vorschriften und Gesetzen.

Doch auch wenn ein Mensch einer Religion angehört, sollte jeder bedenken, dass die hl. Bücher fast nur von Männern geschrieben und interpretiert wurden und werden. Meist wurden diese Bücher lange nach den Religionsstiftern nieder geschrieben. Was Wahrheit ist, oder Erfindung und Fantasie, das sollte jeder bedenken. Denn ob einiges, oder fast alles, durch lange Jahrzehnte nur mündlich weiter gegeben wurde und dadurch ausgeschmückt wurde?

Aber egal, zurück zu mir.

Wenn der Tag dann näher rückt, werde ich nicht jammernd um eine Stunde mehr betteln.

Da ich denke, dass ich stets versuchte ein guter Mensch zu sein, mit den vielen Fehlern. Zu meinen Fehlern stehe ich, manche waren notwendig, andere wurden aus der Not geboren.

Klar würde ich manches Heute anders machen, aber im Jetzt habe ich auch mehr Wissen.

Das Leben kommt leider nicht mit einer Gebrauchsanleitung, und es gibt auch keinen Reset-Knopf, um noch einmal von Vorne zu beginnen. Also muss ich, wie alle anderen auch, versuchen alte Fehler nicht zu wieder holen.

Andere Fehler kann jeder Mensch versuchen zu korrigieren. Das sind zum Beispiel die vielen kleinen Notlügen, und seid ehrlich, die benutzt doch jeder von uns. Mal absichtlich, oft aber auch der Situation geschuldet.

Kein Mensch macht immer alles richtig, und da nehme ich mich nicht aus. Doch wer Größe beweisen will, kann sich auch entschuldigen. Das macht keinen Menschen kleiner. Eher werden vernünftige Mitmenschen es anerkennen.

Also wenn ich sterbe, hoffentlich wird das noch lange Zeit dauern, kann ich von mir sagen, dass ich mit meiner Art zu leben ganz zufrieden sein konnte.

Auf meiner Straße des Lebens habe ich manche falsche Abzweigung genommen. Vielleicht hätte ich ein besseres Leben haben können, aber sicher keines mit dem ich zufriedener gewesen wäre. Hinter allem was ich tat, kann ich stehen. Auf andere Dinge hatte ich keinen Einfluss, und so reagierte ich eben auf die Umstände. Dies soll nun keine Entschuldigung sein, nur eine Erklärung.

Es ist schön, dass es Menschen gibt, welche mir ihr Vertrauen geschenkt haben.

Aber auch die Momente wenn ich einem Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte, sei es weil ich selber lächle oder ein Mensch in meinen Geschichten und Stories sich selber erkennt.

Somit wünsche ich allen eine gute Zeit und bleibt gesund.

Euer Fridolin Wirbelwind

PS:

Solltet Ihr eines Tages von meinem Tod erfahren, dann wünsche mir keine Tränen von Euch. Macht Party, trinkt auf mich und flutet Twitter mit Antifa-Songs und Hard Rock Music

3 Kommentare zu „Melancholische Gedanken

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