Man ist nie zu alt, um zu lernen!

© By Fridolin Wirbelwind

Einige meiner Freunde wissen es ja schon.

Seit einigen Jahren helfe ich Mitmenschen mit dem PC umzugehen. Versuchen auf jeden Fall, die Basics beizubringen.

Nun nicht falsch denken, ich mache das immer ehrenamtlich, ganz alleine.

Aber zurück zum Thema.

Viele Menschen sind schon einige Jahre älter als ich, meine älteste Klientin feiert Heute am 13.07.2020 ihren 93. Geburtstag.

Vor einer Woche zog sie in eine Seniorenresidenz.

Heute hat sie mir geschrieben.

Obwohl ihr Appartement fast ihre ganze Pension kostet, das Essen gerade mal so genießbar ist, und es keine großen Abwechslungen gibt, wird sie dort bleiben.

Als ich ihr ihren ersten Laptop brachte, hatte sie Null Ahnung von PC oder Smartphone. Das war im Februar, 2017.

Sie war neugierig, weil es ihr leichte fiel auf dem Laptop zu schreiben, als mit ihrer alten Schreibmaschine. Ich besuchte sie immer wieder und bald wollte sie wissen wie sie ins Internet kommt.

Nach etwa drei oder vier Monaten, war sie gut genug darin, Artikel aufzurufen, von internationalen Zeitungen. Hier sollte ich wohl erwähnen, dass von etwa 1953 – 1987 als Fremdsprachensekretärin gearbeitet hat und fünf Sprachen in Wort und Schrift beherrscht.

Dann wurde sie erst richtig neugierig.

Sie lernte online einiges dazu.

Sie kann nun Excel und einiges mehr; Excel kann ich gar nicht.

Nun hat sie in der Seniorenresidenz eine Gruppe gegründet: Senioren und das Internet.

An zwei Tagen in der Woche, gibt sie nun Kurse, um auch älteren Menschen den Weg zu E-Mail und den sozialen Netzwerken näher zu bringen. Sie kann Smartphones einrichten, und ist immer bereit mit anderen Menschen ihr Wissen zu teilen.

Als ihr Enkel, ein Itler, sie anrief, bat sie ihn, einige Laptops zu besorgen, für die Mitbewohner die wenig Geld haben.

Er, bzw. seine Firma, sponserten 10 Tablet Computer.

Als die ankamen hat sie in zwei Tagen gelernt, wie die einzurichten sind.

In der Seniorenresidenz hat nun jedes Apartment mindestens einen PC, ein Laptop oder ein Tablet.

Sie schrieb mir, dass ich daran „schuld“ wäre, dass nun während Corona, die Bewohner alle miteinander kommunizieren können.

Dass ich nur der Anfang war, lässt sie nicht gelten.

Sie hat nun auch über Freifunk ermöglicht, dass jeder ihrer Mitbewohner kostenlos ins Internet gehen kann.

Also, seht ein, auch wenn es Menschen gibt die nicht mehr so fit sind, zeigt ihnen den Weg ins WWW.

PS: Sobald ich sie wieder besuchen darf, werden wir eine Party feiern, denn sie will mindestens 100 Jahre werden.

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